Seit Menschen Gedenken besteht die Astrologie eine ganz große Rolle

Unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt scheint die Astrologie ein transzendentes Grundbedürfnis vieler Menschen zu stillen, besonders was die prognostische Astrologie betrifft. Die heutige Astrologie ist in verschiedenste Denkrichtungen gegliedert, die teilweise in Auseinandersetzungen führen.

 

 

Bereits das Berechnen an sich eine rein Himmels mechanische Aufgabe, ist strittig, da zum Beispiel die so genannte Wirksamkeit der Aspekte unterschiedlich gewertet wird und teilweise zusätzlich zu den allgemein benutzten Planeten weitere, auch mythische, Himmelskörper und rein geometrische Konstrukte hinzugezogen werden. Abgesehen von bereits diskutierten Problemen, wie der Präzession der Erdachse, ergibt sich für Naturwissenschaftler ein ganz wesentlicher Kritikpunkt. Was dem Astrologen als Zeichen der Feinheit und Komplexität des Systems erscheint, sehen etliche Naturwissenschaftler als Flickwerk.

 

Das Bestreben der Naturwissenschaften ist es, die Beobachtungen durch Abstraktion auf so wenig Prinzipien wie möglich zurückzuführen. Die Kritik an der Astrologie lautet, dass sie die Elemente zunehmend vermehrt. Ein solches Vorgehen ist in Physik und Astronomie bisher immer dem Zusammenbruch prinzipiell falscher Theorien vorangegangen, wie zum Beispiel die Einführung von Epizykeln in das geozentrische Weltbild.

 

Astrologie erfüllt bei vielen Menschen ein Bedürfnis nach übernatürlichen, transzendenten oder metaphysischen Erklärungen für ihre aktuelle oder zukünftige Befindlichkeit. Die Erwartung metaphysischer Aussagen lässt per Definition jede naturwissenschaftliche Kritik belanglos sein. Dies trifft übrigens nicht nur für Astrologie, sondern für jedes Wert- oder Anschauungssystem zum Beispiel Religionen zu, das jenseits der bekannten physikalischen Welt weitere Determinationen oder Existenzen unterstellt.